Dividenden sind der neue Aktientrend

Wer in Aktien investiert, beteiligt sich direkt an einem Unternehmen. Neben der Chance auf Kurssteigerungen können Anleger auch an einer möglichen Gewinnausschüttung teilhaben – der Dividende. Sie wird von den meisten deutschen Aktiengesellschaften am Tag nach der Hauptversammlung ausgeschüttet. Wichtig für Dividendenjäger: Anspruch auf die Gewinnaus-schüttung hat nur, wer die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung in seinem Depot verbucht hat.

Viele Unternehmen haben für das abgelaufene Geschäftsjahr starke Zuwächse bei Umsatz und Gewinn vermeldet, so dass die Anteilseigner in der laufenden Dividendensaison auf hohe Ausschüttungen hoffen können. Wer davon profitieren und eine attraktive Dividendenrendite erzielen möchte, sollte rechtzeitig vor der Hauptversammlung die Aktie kaufen.

Die Termine für die Hauptversammlungen 2012 und die folgenden Dividendenausschüttungen findet man z.B.  im Börsenkalender der comdirect (http://www.comdirect.de/inf/news/kalender.html). Neben den Terminen kann man dort auch die mögliche Dividendenrendite ermitteln.

Rechenformel Dividendenrendite:
Die Dividendenhöhe geteilt durch den aktuellen Aktienkurs mal 100.
(Beispiel: Aktie der comdirect bank AG)

Dividendenvorschlag 0,56 Euro x 100 = 6,51 Prozent
Aktienkurs (25.04.2012) 8,60 Euro

 

 

Brokerjet „schenkt“ Neukunden die Kursgewinnsteuer

Brokerjet.at – der Onlinebroker der Erste Group – hat sich wieder eine interessante Neukundenaktion einfallen lassen. Anlass zur neuen Aktion ist die seit dem 01.04.2012 in Österreich in Kraft getretene Kursgewinnsteuer. Seit diesem Datum werden Kursgewinne und Dividenden von österreichische Anleger mit 25 % besteuert.

Brokerjet.at führt zwar auch die Kursgewinnsteuer für seine Kunden ab, Neukunden wird jedoch für einen begrenzten Zeitraum der abgeführte Steuerbetrag „erstattet“. Die Aktion gilt für Neukunden vom 20.04.2012 bis zum 31.05.2012 – auf alle Märkte und alle Instrumente.

Zusätzlich übernimmt brokerjet AT eventuell anfallende Depotübertragsgebühren bis zu einer Höhe von 500 Euro. Voraussetzung: Der Neukunde muss innerhalb des Aktionszeitraums ein Depot eröffnet haben und bis zum 31.08.2012 mindestens zehn Transaktionen auf dem brokerjet Depot vorgenommen haben.

Fakten zur „MINUS 25 PROZENT“-Aktion:

  • Rückgabe der 25% Kursgewinnsteuer auf Depotgewinne
  • Gilt für alle Neukunden zwischen dem 20.04.2012 und dem 31.05.2012
  • Für alle Märkte und alle Instrumente gültig
  • Übernahme der Depotübertragsspesen bis zu einer Höhe von 500 Euro

Update 23.04.2012: Brokerjet scheint die Aktion kurzfristig angepasst zu haben. Die Ordergebühren werden nun bis zum 31.08.2012 für alle angebotenen Märkte um 25% gesenkt. Von einer „Rückzahlung“ der Kursgewinnsteuer ist auf den Landingpages von Brokerjet keine Rede mehr.

Massive Verkäufe von Griechenland-Anleihen durch Privatanleger

Die Privatanleger in Deutschland haben in den vergangenen Wochen massiv Griechenland-Anleihen verkauft. Das geht aus den Auswertungen zum comdirect Brokerage Index März 2012 hervor. Der Wert für alle Anlageklassen lag im März bei 94,9 Punkten (Februar: 99,0 Punkte).

Für die Anlageklasse Staatsanleihen wurde mit 14,3 Punkten (Februar: 86,9 Punkte) der mit weitem Abstand niedrigste Wert seit Beginn der Berechnungen im Januar 2005 registriert. Dafür verantwortlich ist der regelrechte Ausverkauf von Hellas-Bonds durch Privatanleger. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland und dem zwangsweisen Anleihentausch haben viele Anleger die neuen Papiere direkt wieder abgestoßen.

Unternehmensanleihen gefragt

Der Indexwert für Rentenpapiere wäre im Berichtsmonat noch niedriger ausgefallen, hätten die Privatanleger nicht so stark bei Neuemissionen von Unternehmensanleihen zugegriffen. Neu emittierte Anleihen von Mittelständlern waren im März besonders gefragt. Manche Neuemission war deutlich überzeichnet, so dass nur ein Teil des Volumens zugeteilt werden konnte. Besonders gefragt waren die Anleihen von Seidensticker, Singulus und Ekosem-Agrar, so interpretiert die comdirect die vorgelegten Zahlen.

Wieder gestiegen ist im März die Kauflaune bei Aktien. Der Brokerage Index für diese Anlageklasse legte auf 106,9 Punkte zu (Februar: 99,7 Punkte). Im Fokus der Investoren standen vor allem Bank- und Automobilaktien: Anteilsscheine von Deutscher Bank, Commerzbank und Daimler waren unter den am meisten gehandelten Aktien zu finden.

Fonds sinken weiter in der Gunst der Anleger

Eindeutig auf der Verkaufsliste standen erneut Fonds. Mit 48,3 Punkten (Februar: 51,2 Punkte) wurde der zweitniedrigste Indexwert seit Anfang 2005 registriert. Verkauft wurden vor allem Dach-, Immobilien- und Aktienfonds.

Forex-Anbieter im Vergleich

Wer mit Devisen handelt, beschäftigt sich mit dem Forex-Trading. Forex steht hier für „foreign exchange“, also für die fremde Währung und das „Trading“ steht für Handel. Der Forex-Markt ist weltweit der liquideste Markt überhaupt. Es wird rund um die Uhr auf der ganzen Welt gehandelt, dadurch gibt es immer einen Preis für jede Währung. Gehandelt wird über Währungspaaren, also z.B. Euro/US-Dollar.

Wer nun den besten Forex Anbieter und damit das Forex-Trading aussuchen möchte, der sollte sich in diesem Gebiet des Devisenhandels und auch des Handelns an einer Börse ein wenig auskennen. Der Devisenhandel verhält sich anders als der Aktien- und Wertpapierhandel. Jede Information weltweit wird sofort im Kurs verarbeitet.

Kennt man sich auf diesem Gebiet nun ein wenig aus, stehen verschiedene Forex Anbieter zur Verfügung. Meist besteht die Möglichkeit für einige Zeit den Anbieter unverbindlich zu testen, um zu sehen, ob man mit der angebotenen Software zu Recht kommt. Somit besteht die Aussicht, dass man einen individuellen Vergleich durchführen kann und sich dann individuell zwischen eToro, Markets.com, CXP oder auch AVA FX entscheidet. Die unterschiedlichsten Konditionen und Preise für den Handel werden angeboten und je nachdem wie viel Geld man investieren möchte, muss der dementsprechende Anbieter ausgewählt werden, der in diesem Fall die besten Konditionen anbietet.

Aktien als Inflationsschutz ?

Immer, wenn die Preissteigerung über die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Marke von zwei Prozent klettert, macht sich große Angst in Deutschland breit. Angst vor einer neuen Hyperinflation wie 1923, als die Ersparnisse der kleinen Leute vernichtet und Banknoten zu wertlosen Papierfetzen wurden. Was sollten Sie im Jahr 2012 beim Aktieneinkauf beachten?

Natürlich gibt es jede Menge Unwägbarkeiten, die Einfluss nehmen können auf die Teuerungsrate in den kommenden Monaten. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) beispielsweise weiter massiv Geld druckt, um Anleihen von Problemländern zu kaufen, könnte die Inflation auch hierzulande in Bereiche von drei und mehr Prozent klettern.

Das Vertrauen in die Papierwährung geht völlig verloren und wer kann, der versucht, das sich laufend entwertende Geld in Sachwerte umzutauschen. Dadurch kommt es zu einem Boom, der sich nur noch aus der Angst vor Wertverlust speist.

Sind wir schon soweit? Sicher nicht! Jedenfalls (noch) nicht in Europa. Anders sieht es beispielsweise in Japan und in den USA aus. Ein Ernstfall zeichnet sich wie dargestellt u.a. dadurch aus, dass Staat und Notenbanken aggressiv in die Wirtschaft eingreifen, die so initiierten inflationären Entwicklungen aber nicht mehr mit einer restriktiven Zinspolitik bekämpfen können. Kurzfristigen Zinsen sinken gegen null, langfristige Zinsen fallen ebenfalls, weil die Notenbanken massiv Staatsanleihen kaufen.

Anders bei der klassischen Inflation: Was uns als Verbraucher belasten würde, müsste den Aktionär nicht ängstigen. Zinsanlagen würden grundsätzlich immer uninteressanter werden, weil sie vor der stetigen Vermögensminderung in der Regel nicht schützen. Es blieben somit nur ausgewählte Aktien als Inflationsschutz. Alternativen böten vielleicht noch inflationsgeschützte Anleihen, bei denen die Verzinsung mit der Inflationsrate steigt oder auch Festzinsanlagen solider Hochzinswährungen.

Fremdwaehrungskonten USA, NOK, Suedafrikanischer Rand

Ein Fremdwährungskonto ist vergleichbar mit einem Tagesgeldkonto. Das Geld ist täglich verfügbar und im besten Fall erhält man Zinsen für das hinterlegte Geld. Wer ein Fremdwährungskonto eröffnet, hat sehr viele Möglichkeiten im Hinblick auf die gewünschte Währung. Die Anzahl der Devisenkonten steigt jährlich an und das liegt daran, dass sich sehr viele Privatanleger in Deutschland und Österreich mit dieser Art der Anlage beschäftigen und die Vorteile dieser Anlageform für sich zu nutzen versuchen.

Ein sehr großer Vorteil bei einem Fremdwährungskonto ist, dass internationale Zahlungen können bequem über ein solches Konto abgewickelt werden. Wer ausländische Aktien besitzt, erhält z.B. die Dividende auch in der Heimatwährung, diese kann dann ebenso woe das Börsengeschäft über das Fremdwährungskonto abgewickelt werden.

Wählt man einen passenden Zeitpunkt, lässt sich von den Kurzschwankungen profitieren und auch beim Wechseln in den Euro kann auf einen geeigneten Zeitpunkt des Kurses geachtet werden. Einen kleinen Nachteil hat diese Kontoart jedoch auch aufzuweisen. So ist die Kontoführung meist nicht kostenlos beim Umtausch können Konvertierungsgebühren anfallen.

Wer sehr viel im Ausland und besonders in den nichteuropäischen Ländern unterwegs ist, wird sehr schnell die Vorzüge dieser Kontoart erkennen und vor allem auch zu schätzen wissen. Wer oft im Inland auf dieses Geld angewiesen ist, sollte genau auf die Konditionen achten, denn es ist möglich, dass ein Wechsel durchgeführt werden muss, der gerade nicht gewinnbringend ist und zudem fallen auch dafür oft sehr hohe Gebühren an.

Lohnen sich Fonds noch?

Definitiv waren die letzten zehn Jahre keine guten Jahre für langfristig orientierte Anleger. Trotzdem zahlt sich das regelmäßige Sparen mit Investmentfonds immer noch aus. Besonders für Anleger, die das langfristige Vorsorgesparen im Blick haben, sind Aktienfonds besonders gut geeignet, da diese sich diese i.d.R. durch gute Renditen im Vergleich zu anderen Anlageformen (Sparbuch etc.) auszeichnen.

Als Rechenbeispiel kann man sich vor Augen halten, dass, wenn man monatlich hundert Euro in Fonds investiert, nach dreißig Jahren die stattliche Summe von etwa 114.000 Euro ausgezahlt bekommt. Bei diesem Rechenmodell kann man von einer Rendite von 6,8 Prozent im Jahr ausgehen. Und alle Kosten, auch die Ausgabekosten sind in diesem Rechenbeispiel schon mit berücksichtigt worden. Nur die Inflation ist außen vor geblieben. Aber die wird auch bei anderen Anlageformen nicht außer Kraft gesetzt.

ETF-Sparpläne als kostengünstige Alternative

Trotz Inflation kann man als Anleger mit Sparplänen in Rentenfonds, Mischfonds oder offenen Immobilienfonds immer noch positive Erträge erzielen. Besonders spannend sind hier die neuen ETF-Sparpläne. Hier werden Indizes 1:1 abgebildet. Vorteil gegenüber klassischen Fonds ist die geringere Managementgebühr und der komlplett wegfallende Ausgabeaufschlag.

Einschränkend ist aber allerdings zu bemerken, dass durch die Abgeltungssteuer diese Sparpläne viel von ihrer Attraktivität verloren haben. Dazu kommt dann eventuell auch noch die volle Besteuerung der Dividenden. Das heißt, dass man zunächst einmal als Anleger jährlich höhere Steuern auf die Dividenden zahlen muss und am Ende der Laufzeit der Fiskus noch einmal einen nicht unerheblichen Betrag des Ersparten einbehält. Doch trotz dieser Steuer Problematik lässt sich zusammenfassend feststellen, dass ein Fonds-Sparplan immer noch wesentlich sinnvoller ist, als irgendwelche spekulativen Investments.

Wie eroeffnet man ein Aktiendepot?

Bevor man an der Börse so richtig loslegen kann, braucht man neben einem Konto ein sogenanntes Aktiendepot. Darunter kann man sich ein Konto vorstellen, auf dem die Aktien gelagert werden. Auch wenn man dort kein Girokonto hat, kann man das Aktiendepot quasi bei jeder Bank eröffnen. Aber es bietet sich trotzdem an, das Aktiendepot auch bei der Bank zu eröffnen, die das Girokonto führt, da so der Abwicklungsprozess erheblich erleichtert wird. Seit einigen Jahren besteht in Deutschland auch die Möglichkeit, Börsengeschäfte über die Discount Broker abzuwickeln. Ein anderer Begriff für diese Banken, der den meisten geläufiger ist, ist Direktbank. Diese Banken zeichnen sich durch verbraucherfreundliche Geschäftszeiten und günstigere Gebühren aus. Allerdings muss man hier in der Regel auf den direkten Kundenkontakt zu einem Bankberater verzichten.

Wenn man als Verbraucher nun beginnt, Aktien zu kaufen, dann werden die Kosten hierfür vom Girokonto abgebucht, das deshalb auch als Verrechnungskonto bezeichnet wird. Auch der mögliche Gewinn aus Aktienverkäufen wird diesem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Neben den persönlichen Daten und der Angabe des Verrechnungskontos benötigt die Bank noch eine Bescheinigung darüber, dass man zumindest über Grundkenntnisse im Börsengeschäft verfügt. Deshalb wird man bei Eröffnung immer über das mögliche Verlustrisiko aufgeklärt. Weiterhin wird man zu den persönlichen Zielen, Interessen und dem zeitlichen Horizont der Aktientransaktionen befragt. Das Ganze wird schriftlich protokolliert und dem Anleger auch ausgehändigt.

Termingeschäftsfähigkeit
Wer hoch spekulative Wertpapiere wie Optionsscheine, Zertifikate, Futures und Optionen handeln möchte, der muss eine sogenannte Termingeschäftsfähigkeit nachweisen. Dies geschieht standardisiert über ein zusätzliches Formular, welches entweder im Deopoteröffnungsprozess oder später eingereicht werden kann. Damit wird der Erfahrungshorizont im Umgang mit diesen Papieren abgefragt. Nachgeprüft werden die gemachten Angaben in keinem Fall.

Forex-Trading – Spekulieren mit Waehrungspaaren

Ist der Handel an der Forex eine sinnvolle und mögliche Alternative zum Aktienhandel, um damit seine Tradingstrategie zu diversifizieren? Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Forexhandel und der damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken!

Während der Aktien- und Future-Handel schon seit Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum und eine weite Verbreitung verbuchen konnten (als auch eine traurige Berühmtheit seit der Ernüchterung am Neuen Markt etc.), erlangt in Europa das Traden an der „Foreign Exchange“ nur langsam an Popularität unter erfahrenen und aktiven Tradern, Beratern und professionelle Money Managern.

Bis vor Kurzem beherrschten nur große internationale Banken den Devisen-Markt (kurz FX oder Forex) und erlaubten nur guten Kunden, in der Regel großen Konzernen aus den Fortune 1000, den Zugriff auf den Forex-Market. In der Zwischenzeit, dem Internet sei Dank, hat sich das Blatt jedoch gewendet und heute ermöglichen Online-Handelsfirmen und spezielle Forex-Trading Plattformen für jedermann den Zugriff auf den größten und liquidesten Finanzmarkt der Welt, der Forex.

Kostengünstig und attraktiv!

Dank der heutigen einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten auch als Privatperson via Forex-Trading Plattformen auf den Devisenmarkt zugreifen zu können, stellt sich die Frage, ob es nicht Sinn macht die Anlagestrategie und den Vermögensaufbau nebst dem Aktienhandel auch auf den Forexhandel auszuweiten. Nur wenige private Trader ziehen die Möglichkeit in Betracht, nebst dem Aktienhandel auch den Handel via Forex Exchange mit in ihre Anlagestrategie aufzunehmen. Sicher gibt es einige Trader die nebst dem Aktienhandel bereits in Edelmetalle oder Energieproduktion investieren, aber nur wenige Trader erwägen an der Forex zu handeln.

Was ist eine Finanztransaktionssteuer?

Eine Finanztransaktionssteuer ist eine Steuer auf Finanztransaktionen. Die Steuer könnte auf börsliche und außerbörsliche Transaktionen erhoben werden.

Mit dieser Steuer wurde schon in vielen Ländern versucht, die Finanzmärkte zu stabilisieren und zu steuern. Konkret soll damit der spekulative Handel mit Wertpapieren eingedämmt werden. Allerdings sind die Erfolge einer Finanztransaktionssteuer selbst bei Finanzexperten umstritten. Während die Verfechter einer Finanztransaktionssteuer beteuern, das insbesondere beim Handel mit Derivaten regulierend eingegriffen wird, prognostizieren die Gegner, dass die von der Steuer betroffenen Geschäfte dann nicht mehr am Finanzmarkt, sondern beispielsweise unternehmensintern erfolgen.

Vollkommener Markt außer Kraft?
Einig ist man sich im Allgemeinen über die Tatsachen, das sich ein so regulierter Markt nicht mehr wie ein sogenannter Vollkommener Markt verhält. Darunter versteht man ein theoretisches Modell eines homogenen Marktes. Dieser Begriff stammt aus der Volkswirtschaftslehre und beschreibt einen fiktiven Markt, der sozusagen als Idealmaß gilt. Natürlich trifft man so eine Situation in der Realität dann aber auch nicht an. Der reale Markt kann sich diesem Modell nur nähern, oder wie im Falle der Finanztransaktionssteuer befürchtet wird, sich weiter davon entfernen.

Ob man mit dieser Steuer auch wirklich eine zusätzliche Einnahmequelle erschließt, ist ebenfalls umstritten. Wenn nicht alle Länder oder Handelsplätze eine solche Finanztransaktionssteuer einführen, dann wird der Handel auf andere Marktplätze ausweichen. Außerdem kann es möglich sein, dass die Branche neue und steueroptimierte Finanzprodukte entwickelt, um den möglichen Abgaben zu entgehen.

Welche Länder werden eine Finanztransaktionssteuer einführen?
In Deutschland ist man sich sicher, dass eine europaweite Einführung unrealistisch ist. Frankreich will die Steuer auf jeden Fall noch in diesem Jahr einführen. Österreich, Italien, Frankreich, Finnland, Belgien, Spanien, Portugal und Slowenien haben sich stets für eine Transaktionssteuer ausgesprochen.