Dividenden sind der neue Aktientrend

Wer in Aktien investiert, beteiligt sich direkt an einem Unternehmen. Neben der Chance auf Kurssteigerungen können Anleger auch an einer möglichen Gewinnausschüttung teilhaben – der Dividende. Sie wird von den meisten deutschen Aktiengesellschaften am Tag nach der Hauptversammlung ausgeschüttet. Wichtig für Dividendenjäger: Anspruch auf die Gewinnaus-schüttung hat nur, wer die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung in seinem Depot verbucht hat.

Viele Unternehmen haben für das abgelaufene Geschäftsjahr starke Zuwächse bei Umsatz und Gewinn vermeldet, so dass die Anteilseigner in der laufenden Dividendensaison auf hohe Ausschüttungen hoffen können. Wer davon profitieren und eine attraktive Dividendenrendite erzielen möchte, sollte rechtzeitig vor der Hauptversammlung die Aktie kaufen.

Die Termine für die Hauptversammlungen 2012 und die folgenden Dividendenausschüttungen findet man z.B.  im Börsenkalender der comdirect (http://www.comdirect.de/inf/news/kalender.html). Neben den Terminen kann man dort auch die mögliche Dividendenrendite ermitteln.

Rechenformel Dividendenrendite:
Die Dividendenhöhe geteilt durch den aktuellen Aktienkurs mal 100.
(Beispiel: Aktie der comdirect bank AG)

Dividendenvorschlag 0,56 Euro x 100 = 6,51 Prozent
Aktienkurs (25.04.2012) 8,60 Euro

 

 

Forex-Anbieter im Vergleich

Wer mit Devisen handelt, beschäftigt sich mit dem Forex-Trading. Forex steht hier für „foreign exchange“, also für die fremde Währung und das „Trading“ steht für Handel. Der Forex-Markt ist weltweit der liquideste Markt überhaupt. Es wird rund um die Uhr auf der ganzen Welt gehandelt, dadurch gibt es immer einen Preis für jede Währung. Gehandelt wird über Währungspaaren, also z.B. Euro/US-Dollar.

Wer nun den besten Forex Anbieter und damit das Forex-Trading aussuchen möchte, der sollte sich in diesem Gebiet des Devisenhandels und auch des Handelns an einer Börse ein wenig auskennen. Der Devisenhandel verhält sich anders als der Aktien- und Wertpapierhandel. Jede Information weltweit wird sofort im Kurs verarbeitet.

Kennt man sich auf diesem Gebiet nun ein wenig aus, stehen verschiedene Forex Anbieter zur Verfügung. Meist besteht die Möglichkeit für einige Zeit den Anbieter unverbindlich zu testen, um zu sehen, ob man mit der angebotenen Software zu Recht kommt. Somit besteht die Aussicht, dass man einen individuellen Vergleich durchführen kann und sich dann individuell zwischen eToro, Markets.com, CXP oder auch AVA FX entscheidet. Die unterschiedlichsten Konditionen und Preise für den Handel werden angeboten und je nachdem wie viel Geld man investieren möchte, muss der dementsprechende Anbieter ausgewählt werden, der in diesem Fall die besten Konditionen anbietet.

Aktien als Inflationsschutz ?

Immer, wenn die Preissteigerung über die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Marke von zwei Prozent klettert, macht sich große Angst in Deutschland breit. Angst vor einer neuen Hyperinflation wie 1923, als die Ersparnisse der kleinen Leute vernichtet und Banknoten zu wertlosen Papierfetzen wurden. Was sollten Sie im Jahr 2012 beim Aktieneinkauf beachten?

Natürlich gibt es jede Menge Unwägbarkeiten, die Einfluss nehmen können auf die Teuerungsrate in den kommenden Monaten. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) beispielsweise weiter massiv Geld druckt, um Anleihen von Problemländern zu kaufen, könnte die Inflation auch hierzulande in Bereiche von drei und mehr Prozent klettern.

Das Vertrauen in die Papierwährung geht völlig verloren und wer kann, der versucht, das sich laufend entwertende Geld in Sachwerte umzutauschen. Dadurch kommt es zu einem Boom, der sich nur noch aus der Angst vor Wertverlust speist.

Sind wir schon soweit? Sicher nicht! Jedenfalls (noch) nicht in Europa. Anders sieht es beispielsweise in Japan und in den USA aus. Ein Ernstfall zeichnet sich wie dargestellt u.a. dadurch aus, dass Staat und Notenbanken aggressiv in die Wirtschaft eingreifen, die so initiierten inflationären Entwicklungen aber nicht mehr mit einer restriktiven Zinspolitik bekämpfen können. Kurzfristigen Zinsen sinken gegen null, langfristige Zinsen fallen ebenfalls, weil die Notenbanken massiv Staatsanleihen kaufen.

Anders bei der klassischen Inflation: Was uns als Verbraucher belasten würde, müsste den Aktionär nicht ängstigen. Zinsanlagen würden grundsätzlich immer uninteressanter werden, weil sie vor der stetigen Vermögensminderung in der Regel nicht schützen. Es blieben somit nur ausgewählte Aktien als Inflationsschutz. Alternativen böten vielleicht noch inflationsgeschützte Anleihen, bei denen die Verzinsung mit der Inflationsrate steigt oder auch Festzinsanlagen solider Hochzinswährungen.

Fremdwaehrungskonten USA, NOK, Suedafrikanischer Rand

Ein Fremdwährungskonto ist vergleichbar mit einem Tagesgeldkonto. Das Geld ist täglich verfügbar und im besten Fall erhält man Zinsen für das hinterlegte Geld. Wer ein Fremdwährungskonto eröffnet, hat sehr viele Möglichkeiten im Hinblick auf die gewünschte Währung. Die Anzahl der Devisenkonten steigt jährlich an und das liegt daran, dass sich sehr viele Privatanleger in Deutschland und Österreich mit dieser Art der Anlage beschäftigen und die Vorteile dieser Anlageform für sich zu nutzen versuchen.

Ein sehr großer Vorteil bei einem Fremdwährungskonto ist, dass internationale Zahlungen können bequem über ein solches Konto abgewickelt werden. Wer ausländische Aktien besitzt, erhält z.B. die Dividende auch in der Heimatwährung, diese kann dann ebenso woe das Börsengeschäft über das Fremdwährungskonto abgewickelt werden.

Wählt man einen passenden Zeitpunkt, lässt sich von den Kurzschwankungen profitieren und auch beim Wechseln in den Euro kann auf einen geeigneten Zeitpunkt des Kurses geachtet werden. Einen kleinen Nachteil hat diese Kontoart jedoch auch aufzuweisen. So ist die Kontoführung meist nicht kostenlos beim Umtausch können Konvertierungsgebühren anfallen.

Wer sehr viel im Ausland und besonders in den nichteuropäischen Ländern unterwegs ist, wird sehr schnell die Vorzüge dieser Kontoart erkennen und vor allem auch zu schätzen wissen. Wer oft im Inland auf dieses Geld angewiesen ist, sollte genau auf die Konditionen achten, denn es ist möglich, dass ein Wechsel durchgeführt werden muss, der gerade nicht gewinnbringend ist und zudem fallen auch dafür oft sehr hohe Gebühren an.

Forex-Trading – Spekulieren mit Waehrungspaaren

Ist der Handel an der Forex eine sinnvolle und mögliche Alternative zum Aktienhandel, um damit seine Tradingstrategie zu diversifizieren? Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Forexhandel und der damit verbundenen Möglichkeiten und Risiken!

Während der Aktien- und Future-Handel schon seit Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum und eine weite Verbreitung verbuchen konnten (als auch eine traurige Berühmtheit seit der Ernüchterung am Neuen Markt etc.), erlangt in Europa das Traden an der „Foreign Exchange“ nur langsam an Popularität unter erfahrenen und aktiven Tradern, Beratern und professionelle Money Managern.

Bis vor Kurzem beherrschten nur große internationale Banken den Devisen-Markt (kurz FX oder Forex) und erlaubten nur guten Kunden, in der Regel großen Konzernen aus den Fortune 1000, den Zugriff auf den Forex-Market. In der Zwischenzeit, dem Internet sei Dank, hat sich das Blatt jedoch gewendet und heute ermöglichen Online-Handelsfirmen und spezielle Forex-Trading Plattformen für jedermann den Zugriff auf den größten und liquidesten Finanzmarkt der Welt, der Forex.

Kostengünstig und attraktiv!

Dank der heutigen einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten auch als Privatperson via Forex-Trading Plattformen auf den Devisenmarkt zugreifen zu können, stellt sich die Frage, ob es nicht Sinn macht die Anlagestrategie und den Vermögensaufbau nebst dem Aktienhandel auch auf den Forexhandel auszuweiten. Nur wenige private Trader ziehen die Möglichkeit in Betracht, nebst dem Aktienhandel auch den Handel via Forex Exchange mit in ihre Anlagestrategie aufzunehmen. Sicher gibt es einige Trader die nebst dem Aktienhandel bereits in Edelmetalle oder Energieproduktion investieren, aber nur wenige Trader erwägen an der Forex zu handeln.

Was ist eine Finanztransaktionssteuer?

Eine Finanztransaktionssteuer ist eine Steuer auf Finanztransaktionen. Die Steuer könnte auf börsliche und außerbörsliche Transaktionen erhoben werden.

Mit dieser Steuer wurde schon in vielen Ländern versucht, die Finanzmärkte zu stabilisieren und zu steuern. Konkret soll damit der spekulative Handel mit Wertpapieren eingedämmt werden. Allerdings sind die Erfolge einer Finanztransaktionssteuer selbst bei Finanzexperten umstritten. Während die Verfechter einer Finanztransaktionssteuer beteuern, das insbesondere beim Handel mit Derivaten regulierend eingegriffen wird, prognostizieren die Gegner, dass die von der Steuer betroffenen Geschäfte dann nicht mehr am Finanzmarkt, sondern beispielsweise unternehmensintern erfolgen.

Vollkommener Markt außer Kraft?
Einig ist man sich im Allgemeinen über die Tatsachen, das sich ein so regulierter Markt nicht mehr wie ein sogenannter Vollkommener Markt verhält. Darunter versteht man ein theoretisches Modell eines homogenen Marktes. Dieser Begriff stammt aus der Volkswirtschaftslehre und beschreibt einen fiktiven Markt, der sozusagen als Idealmaß gilt. Natürlich trifft man so eine Situation in der Realität dann aber auch nicht an. Der reale Markt kann sich diesem Modell nur nähern, oder wie im Falle der Finanztransaktionssteuer befürchtet wird, sich weiter davon entfernen.

Ob man mit dieser Steuer auch wirklich eine zusätzliche Einnahmequelle erschließt, ist ebenfalls umstritten. Wenn nicht alle Länder oder Handelsplätze eine solche Finanztransaktionssteuer einführen, dann wird der Handel auf andere Marktplätze ausweichen. Außerdem kann es möglich sein, dass die Branche neue und steueroptimierte Finanzprodukte entwickelt, um den möglichen Abgaben zu entgehen.

Welche Länder werden eine Finanztransaktionssteuer einführen?
In Deutschland ist man sich sicher, dass eine europaweite Einführung unrealistisch ist. Frankreich will die Steuer auf jeden Fall noch in diesem Jahr einführen. Österreich, Italien, Frankreich, Finnland, Belgien, Spanien, Portugal und Slowenien haben sich stets für eine Transaktionssteuer ausgesprochen.

Welche Vorteile bietet Online Trading

Der größten Vorteile des Online Trading sind, dass es schnell und günstig ist. Zumindest im Gegensatz zur klassichen Depotführung bei einer Filialbank.

In der Vergangenheit war es so, dass viele Privatanleger schon die Lust am Trading verloren hatten, wenn sie einen Blick auf die komplizierten Gebührenstrukturen geworfen hatten. Rechneten sich die Anleger dann auch noch aus, was an Gewinn pro Order übrig bleibt, dann legten sie ihre Pläne für das Trading schnell wieder auf Eis.

Realtimekurse runden Service ab
Damit man mit Online Trading optimale Gewinne erzielen kann, lohnt es sich, einen Online Broker mit den Wertpapiergeschäften zu beauftragen. So hat man eine direkte Verbindung zum Broker und eine Order wird schnellstens zum Broker geleitet und durch diesen dann ausgeführt. Denn Geschwindigkeit heisst neben den Gebühren der zweite Vorteil. Nun können auch Privatanleger innerhalb kürzester Zeit auf Kursänderungen reagieren. Voraussetzung sind Realtimekurse, die im Internet mittlerweile auch flächendeckend verfügbar sind (z.B. OnVista.de).

Da man auf diesem Weg von kurzfristigen Kursschwankungen profitieren kann, ist Daytrading für jedermann möglich geworden. Aber auch das Trading über einen längeren Zeitraum ist mit dem Online Trading möglich. Da Online Brokerage rein auf dem elektronischen Weg funktioniert, fallen die Gebühren wesentlich geringer aus. Durch die Gebührenvorteile kann man schon mit kleineren Gewinnen die Ordergebühren decken. Wer ins Daytrading einsteigt, sollte neben Nerven vor allem eine eine stabile DSL-Internetverbindung besitzen.

Fremdwaehrungskonten

Viele Anleger machen sich aufgrund der Euro-Staatsschuldenkrise Gedanken, wie sie ihr Geld außerhalb des Euro-Raumes sicher anlegen können. Sie müssen dazu nicht ins Ausland fahren, eine Möglichkeit sind Anlagen auf Fremdwährungskonten bei in Österreich oder Deutschland tätigen Banken. Diese sind täglich verfügbar, notieren aber nicht wie das Tagesgeldkonto in heimischer Währung, sondern beispielsweise in ungarischen Forint oder norwegischen Kronen. Sinn und Zweck einer Fremdwährungsanlage ist neben dem Profitieren von höheren Zinsen im Ausland die Realisierung von Währungskursgewinnen. Fremdwährungskonten sind einfach zu handhaben, beinhalten aber ein nicht zu unterschätzendes Risiko: das Wechselkursrisiko.

Währungskursprognosen gehören zu den schwierigsten Voraussagen überhaupt. Man sollte eine klare Meinung zur Wirtschaftsentwicklung, den Kaufkraftverhältnissen, dem Zinsniveau, zu Marktbewertungen und somit zur Entwicklung des Wechselkurses der ausländischen Währung gegenüber dem Euro haben. Hat der Euro zum Zeitpunkt der Verfügung des Anlagebetrages aufgewertet, kann das eventuelle Zinsvorteile völlig aufzehren und zu hohen Verlusten führen.

Fremdwaehrungskonten: Zinsen und Gebuehren

Insbesondere Direktbanken bieten Konten in verschiedenen Währungen an, bei großen Online-Banken wie Brokerjet, comdirect, DAB-Bank oder Cortal Consors sind diese kostenlos. Dennoch lohnt sich ein Konditionenvergleich, denn bei einigen Banken ist das Konto an die Eröffnung eines kostenpflichtigen Wertpapierdepots gekoppelt, bei anderen fallen zusätzlich zur Differenz zwischen An- und Verkaufsdevisenkurs Umrechnungsgebühren (Konvertierungsgebühren) für die Euro-Einzahlungen an. Diese können die Rendite der Fremdwährungsanlage beträchtlich mindern. Teilweise werden auf den Konten Zinsen gezahlt. Bei den weltweit am häufigsten genutzten Währungen – Dollar, Pfund, Yen oder Schweizer Franken – gibt es kaum Guthabenszinsen. In weniger stabilen Währungen, beispielsweise südafrikanischen Rand oder der türkischen Lira, werden vergleichsweise hohe Zinsen gezahlt. Aufschluss bringt hier ein Fremdwährungskonten Vergleich der verschiedenen Anbieter. Die in Euro umgerechneten Zinsen unterliegen ebenso wie die erzielten Währungsgewinne der Abgeltungsteuer bzw. Kursgewinnsteuer.

gesetzliche Einlagensicherung beachten

In seine Überlegungen bei Anlageentscheidungen sollte der Anleger auch die Einlagensicherung der Fremdwährungskonten einbeziehen. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt nur für Euro- oder EU-Währungsanlagen. Im Insolvenzfall einer Bank greift zwar bei anderen Währungen die freiwillige Einlagensicherung der jeweiligen Institutsgruppe, jedoch ist es nicht ratsam, sich darauf zu verlassen. Dabei sind Währungskursverluste nicht auszuschließen und die vorhandene Entschädigungssumme könnte nicht für alle Anleger ausreichen.

Die neue Kursgewinnsteuer in Oesterreich

Bereits seit Anfang des Jahres 2011 sind Anleger erstaunt über die neuen Versteuerungspläne in Österreich. Ursprünglich sollte bereits zum 01.01.2011 in der Republik die sogenannte Kursgewinnsteuer zur Versteuerung von Aktiengewinnen eingeführt werden. Ziel der Kursgewinnsteuer ist es, sämtliche Kursgewinne sowie Dividenden grundsätzlich mit 25 % zu besteuern. Dieses neue Verfahren ist deutlich an das deutsche Verfahren zur Abgeltungssteuer angelehnt. Allerdings konnte der Termin nicht eingehalten werden und wurde nun schon zweimal verschoben. Der neue Termin an dem die Kursgewinnsteuer in Österreich eingeführt werden soll, ist der 01.04.2012.

Die deutsche Variante: Abgeltungssteuer

Als Quellensteuer auf kapitale Erträge bekannt, wird eine Abgeltungssteuer immer direkt an der Quelle, demnach bei dem zahlungspflichtigen Schuldner der Erträge oder eben einem Kreditunternehmen bzw. Bank erhoben, geblockt und in Folge abgezogen. Die Festlegung der Berechnung ist immer unabhängig von dem persönlichen Steuersatz des einzelnen Steuerschuldners. Hierbei ist es so zu verstehen, das die Einkommenssteuer, welche immer auf Kapitalerträge fällt, generell schon abgegolten ist. Diese Situation stellt einen Unterschied zu der Kapitalertragssteuer ohne jegliche Abgeltungswirkung dar, denn einen höheren Steuersatz des Einkommenspflichtigen vorrausgesetzt, erzielt er mit einer pauschalen Steuer einen deutlichen Vorteil. In den meisten EU-Mitgliedsstaaten gilt bereits ein bestimmtes Kapitalertrags- Abgeltungssteuerverfahren, jedoch werden bei vielen Ländern zumeist nur Zinsen und Dividenden miteinbezogen, wobei Deutschland auch die Wertsteigerung des Kapitalvermögens mit seiner Abgeltungssteuer besteuert.


Die alte österreichische Regelung

Bisher galt in der Republik die damalige Abgeltungssteuer in Höhe von 22 %, wobei hier das sogenannte Endbesteuerungsgesetz die formgebende Rechtsgrundlage bildete. Diese wurde nochmalig im Jahre 1996 überarbeitet. Die Steuer wurde bisher nur auf ausgewählte Kapitalerträge erhoben, jedoch insbesondere für Dividenden und Zinsen, welche aber bereits seit dem Jahre 1996 mit den 25 % besteuert wurden. Ausnahmen waren hier die endbesteuerten KSt-pflichtigen Zertifikate. Aus Aktien resultierende Kursgewinne, welche länger als ein Jahr gehalten werden konnten, waren in Österreich bisher steuerfrei. Spekulative Gewinne waren mindestens mit einem individuellen Tarif zu versteuern oder aber wurden mit maximal 25% pauschal als Spekulationsgewinne berechnet. Die Kursgewinne aus Investfonds galten in Österreich als sogenannte Substanzgewinne und wurden, insofern auch länger als 12 Monate gehalten, mit 5 % versteuert. Für nur wenige, sogenannte schwarze Investmentfonds, also einige wenige ausländische Fonds, wurden unabhängig von deren Entwicklung mit 2,5 % vom Finanzamt berechnet. Bei Kursgewinnen waren Zertifikats-Trader komplett steuerfrei, insofern sie bei Emission einen Hebel größer 5 vorwiesen. Die Abgeltungssteuer wird in Österreich bei der auszahlenden Stelle direkt erhoben.

Schonfrist bis zum 1. April 2012

Nach deutschen Maßstäben war die alte Form der Besteuerung in Österreich also traumhaft. Das ändert sich nun mit der Einführung der Kursgewinnsteuer. Durch die verschobene Einführung erhalten die österreichischen Anleger eine Schonfrist bis zum 01.04.2012. Wie es derzeit scheint, sind CFDs allerdings von der neuen Regelung ausgenommen und Kursgewinne aus Spekulationen mit CFD werden steuerfrei sein.

Ansonsten könnte es für österreichische Anleger durchaus interessant sein, ein Depot in einem europäischen Nachbarland (z.B. Deutschland) zu eröffnen. Denn ausländische Broker führen die neue Kursgewinnsteuer nicht ab. Den Anleger entbindet dies natürlich nicht davon, die Kapitalerträge zu versteuern. Jedoch lässt sich in der Zwischenzeit ein Zinsgewinn realisieren, da die nicht abgeführten Beträge weiterhin zum Traden zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen:
Kursgewinnsteuer – die wesentlichen Änderungen im Überblick (Raiffeisen Bank)