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Okt 14 / Admin

Erfolgsgarant „Social Trading“ ?

Trader versuchen, den Markt mit besonderen Handelsstrategien zu schlagen. Erfolgreiches Trading setzt normalerweise einen kontinuierlichen Marktüberblick, ausgeprägte Handelserfahrungen und eine zeitnahe Verfolgung von Kursverläufen voraus – Voraussetzungen, die nur wenige Anleger erfüllen können.

Was ist Social Trading?

Dieses Manko versucht das Social Trading zu vermeiden. Das Prinzip des Social Trading ist einfach: Handele genauso, wie es erfolgreiche Trader tun. Die Strategie besteht also im schlichten Kopieren von High-Performern unter den Tradern, Markt- und Tradingkenntnisse erübrigen sich weitgehend – so scheint es. Social Trading wendet sich damit vor allem an Anleger, die über kein ausgeprägtes Finanzwissen verfügen und bereit sind, für höhere Renditeaussichten auch Risiken einzugehen.

Social Trading-Plattformen

Es gibt inzwischen eine Reihe an Plattformen im Internet, die Social Trading anbieten. Das Grundmodell ist immer ähnlich. Auf der Plattform stellen Trader ihre Handelsstrategie vor. Nutzer können sich dann als Follower an besonders erfolgreiche Trader anhängen. Dazu ist die Eröffnung eines Kontos bei einem Broker erforderlich. Manche Plattformen arbeiten mit einem bestimmten Broker zusammen, andere stellen einen Pool an Partnerbrokern zur Auswahl. Die Handelssignale des gewählten Traders werden dann automatisch und unmittelbar im Depot des Nutzers nachvollzogen. Verkauft der Trader einen bestimmten Teil seines Portfolios, geschieht dies entsprechend auch im Follower-Depot usw..

Die Teilnahme am Social Trading ist oft bereits mit geringen Beträgen, zum Beispiel 50 oder 100 Euro, möglich. Manche Plattformen bieten auch Musterdepots an, mit denen Anleger erst einmal ‚üben‘ können. Der Plattformzugang ist meist kostenlos. Allerdings profitieren Trader, Broker und die Plattform selbst von den Handelsaktivitäten der User. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Vergütungsmodelle. Broker verdienen oft an den Preisen und Umsätzen, Plattformen erheben Gebühren und die Trader erhalten in vielen Fällen Gewinnbeteiligungen. Es empfiehlt sich, bei Nutzung einer Plattform das jeweilige Vergütungsmodell näher zu prüfen.

Ayondo.de und wikifolio.com

Zwei Plattformen im deutschsprachigen Raum werden beispielhaft kurz vorgestellt. Ayondo.de mit Sitz in Frankfurt bietet Tradern eine Art Karriere-Leiter an, bei der sie im Zeitablauf über fünf Stufen vom Street Trader zum Institutional Trader aufsteigen können. Gehandelt wird ausschließlich in CFD´s. Follower können Trader nach verschiedenen Kriterien auswählen und sich entsprechend anhängen.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die seit einigen Monaten aktive österreichische Plattform wikifolio.com. Wenn das Portfolio eines Traders durch mindestens zehn User befürwortet wird, wird es über ein an der Stuttgarter Börse handelbares Indexzertifikat nachgebildet. Das Zertifikat kann dann von den Followern erworben werden.

Risiken des Social Trading beachten!

So einfach und nachvollziehbar Social Trading erscheint, auch diese Trading-Strategie birgt spezifische Risiken. Wer Social Trading betreibt, sollte sich daher nicht alleine auf andere Trader verlassen, sondern den Markt auch selbst mitverfolgen.

Ein wesentliches Problem liegt in der Erfolgsmessung der signalgebenden Trader. Grundsätzlich wird der Erfolg aufgrund von Vergangenheitswerten beurteilt. Welcher Zeitraum dabei auch gewählt wird, Erfolg in der Vergangenheit ist noch kein Garant für zukünftige Performance. Wenn sich ein Vergangenheitstrend umkehrt, kann eine ursprüngliche erfolgreiche Strategie sich als extrem verlustreich erweisen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der signalgebende Trader selbst kein reales Portfolio unterhält, sondern nur mit einem Demo-Depot arbeitet. Der Trader hat dann selbst keine Verluste, profitiert aber u.U. von Follower-Gewinnen. Gerade in diesen Fällen kommt es vor, dass Trader mehrere Depots mit unterschiedlichen Strategien nach dem Zufallsprinzip einstellen. Mit der erfolgreichsten erzielen sie dann ein vergleichsweise gutes Ranking und können auf viele Follower rechnen. Dieser Zufallserfolg erlaubt allerdings keine Aussagen über erfolgreiches Trading.

Um dem entgegenzutreten, bietet z.B. Ayondo zusätzlich ein Real-Money-Trading an. Hier handeln die Signalgeber mit echten Depots. Die Real-Money-Trader werden mit einem „R“ gesondert gekennzeichnet.